Vorgeburtlicher Geschwisterverlust – der verlorene Zwilling

Die Auswirkungen eines vorgeburtlichen Geschwisterverlustes auf unser späteres Leben

Heute möchte ich von einem eher unbekannten Thema berichten, und zwar von dem vorgeburtlichen Geschwisterverlust und dessen emotionalen Auswirkungen darauf sowie Heilungsansätze.

Im Rahmen meiner Emotionscode-Sitzungen habe ich schon häufiger erlebt, dass Menschen im Erwachsenenalter unter dem Verlust eines verlorenen Zwillings leiden, ohne, dass sie überhaupt wussten, dass sie einen Zwilling hatten. D.h. im Mutterleib gab es Zwillinge oder Mehrlinge, die schon vor der Geburt starben und nur einer davon überlebte. In der Regel ist dies den „überlebenden“ Menschen nicht bewusst. Manchmal kennen diese das Thema schon aus einer Familienaufstellung. Für die meisten Menschen ist dies eher ein unbekanntes Thema. Aus meiner Erfahrung betrifft dies recht viele Menschen und kaum jemand weiß davon, so dass es mir sehr wichtig erscheint, davon zu berichten.

Schon für einen Embryo im Mutterleib ist es ein traumatisches Erlebnis, wenn ein Zwilling plötzlich stirbt. Wir sind schon als Embryos im Mutterleib sehr eng mit dem Zwilling verbunden, so dass dessen Tod für uns im späteren Leben sehr weitreichende Folgen haben kann. Wir lagern die durch den Tod des Zwillings erlebten Emotionen in unserem Zellgedächtnis ein. Diese vorgeburtlich eingelagerten Emotionen können uns im späteren Leben blockieren und sie triggern uns immer wieder in den gleichen Situationen. Jedoch reagiert jeder Mensch anders auf einen Zwillingsverlust. Währenddessen es bei dem einen Menschen dazu kommen kann, dass er sich nicht erlaubt, in der Fülle zu leben oder im Beruf erfolgreich zu sein, leiden andere Menschen „nur“ an Schuldgefühlen und Trauer. 

Für mich war es unvorstellbar, dass man zusammen mit einem Zwilling im Mutterleib aufwächst, ohne dies jemals zu erfahren. Ich dachte immer, wenn meine Mutter nichts von einem Zwilling weiß, hatte ich auch keinen. Vor allem hätte ich mir nicht vorstellen können, dass sich ein vorgeburtlicher Geschwisterverlust in irgendeiner Form auf das spätere Leben im Erwachsenenalter auswirkt, bis sich herausstellte, dass ich selbst einen Zwillingsbruder hatte. Wow, was für eine Erkenntnis es für mich war, als mich eine Therapeutin im Rahmen eines Gruppenseminares damit konfrontierte, dass ich noch einen vorgeburtlichen Zwillingsbruder hatte.

Dadurch erklärte sich sehr schnell, warum ich mich permanent schuldig fühlte. Die Überlebenden eines Zwillingspaares fühlen sich schuldig, dass sie selbst überlebt haben und das Geschwisterkind nicht. Dieses Schuldgefühl begleitete mich permanent und ich konnte mir nicht erklären, wo es herkam. Daneben fühlte ich eine große Trauer und wusste aber gar nicht so genau, um wen ich eigentlich trauerte. Ich fühlte mich auch immer irgendwie anders, konnte aber nicht so richtig erklären, warum. Vor allem hatte ich immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Das trieb mich bisweilen zu Höchstleistungen an, was sich für mich so manches Mal als ziemlich anstrengend erwies. Ich war ruhe- und rastlos und immer auf der Suche, wobei ich nie so genau wusste, wonach ich eigentlich suchte.

Erst nachdem ich mich im Rahmen eines Gruppenseminares von meinem Zwillingsbruder verabschiedet hatte und die eingelagerten Emotionen gelöst wurden, hörten all diese Gefühle von Schuld, Trauer, nicht gut genug zu sein usw. auf. Es konnte ein tiefer, innerer Frieden einkehren. Welch ein Segen das für mich war!

Aus dieser eigenen Erfahrung heraus und mit dem Wissen, darum, dass ein vorgeburtlicher Geschwisterverlust traumatische Auswirkungen auf das Leben im späteren Erwachsenenalter haben kann, helfe ich mit Emotionscode-Sitzungen anderen Menschen dabei, die eingelagerten Emotionen aufgrund des Verlustes eines Zwillings zu lösen.  

Es werden dabei häufig Emotionen, wie Panik, Schrecken, Schuldgefühl und Trauer bzw. Traurigkeit gelöst.

Wenn auch Du Dich in den oben Beschriebenen wiederfindest, lade ich Dich herzlich ein, den Heilungsweg zu beschreiten und Kontakt mit mir aufzunehmen für eine Emotionscode-Sitzung.

Herzliche Grüße
Doris Breulmann

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